Erkrankung im Studium

Krankheit am Klausurtag

Die Prüfungsordnungen sehen vor, dass ein Rücktritt ohne Angabe von Gründen bis zu 1 Woche vor der Prüfung möglich ist (selbstständiges austragen aus der Prüfung im Online-System) oder am Prüfungstag, vor Prüfungsbeginn im Prüfungsraum. Anders sieht dies aber aus, wenn diese Frist bereits verstrichen ist. In diesem Fall unterliegt ein wirksamer krankheitsbedingter Prüfungsrücktritt grundsätzlich den folgenden Voraussetzungen:

Wichtiger Grund
Um wirksam zurücktreten zu können, ist zunächst das Vorliegen eines wichtigen Grundes erforderlich. Hierzu zählen neben höherer Gewalt grundsätzlich auch Erkrankungen.

Ärztliches Attest
Die Erkrankung muss durch ein entsprechendes ärztliches Attest bestätigt werden. Eine Arbeitsunfähigskeitsbescheinigung („gelber Schein“) reicht hierfür nicht aus. Zusätzlich reicht der Studierende bitte eine Bescheinigung des Arztes ein, in der bescheinigt wird dass der Prüfling nicht prüfungsfähig ist. Es ist allen Prüflingen zu raten, auf eine möglichst umfassende und detaillierte ärztliche Diagnose zu bestehen.

 

Krankheit während des Praktikums

Erkrankt der Studierende innerhalb seines Pflichtpraktikums, ist die Abwesenheit ab dem 6 Fehltag komplett nachzuarbeiten.

Im Falle einer Krankmeldung ist eine ärztliche Bescheinigung in der Projektstelle vorzulegen. Die Hochschule erhält spätestens am dritten Arbeitstag nach Beginn der Erkrankung eine Kopie per Post / Scan per E-Mail.

Die Praktikumskoordinatorin wird sich mit dem Studierenden über die Auswirkungen des Attestes in Verbindung setzen. Ein neues Praktikumsende wird ebenfalls durch sie mitgeteilt und dient dem Unternehmen als Grundlage für die Verlängerung.

 

Krankheit während der Abschlussarbeit

Werden Sie während der Anfertigung Ihrer Abschlussarbeit (Bachelor- bzw. Masterarbeit) krank und Sie sind in Folge der Erkrankung erheblich in Ihrem Leistungsvermögen beeinträchtigt, haben Sie die Möglichkeit eine Verlängerung der Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit zu beantragen.

Das Einreichen der ärztlichen Bescheinigung im Original, innerhalb von drei Arbeitstagen nach Beginn der Erkrankung, ist unabdingbar. Zu spät eingereichte ärztliche Bescheinigungen verlieren den Prüfungsanspruch.

Bei Zweifeln des Prüfungsausschusses am Attest, kann der Prüfungsausschuss die Vorlage eines amtsärztliches Attests verlangen.

Grundsätzlich entscheidet der Prüfungsausschuss über jedes Attest individuell. Die Entscheidung geht den Studierenden dann durch die Koordinatorin zu.

 

Psychologische Beratung

Das Studium ist ein besonderer Lebensabschnitt, der neben vielen Möglichkeiten und Chancen auch hohe Belastungen mit sich bringen kann. Studienschwierigkeiten und persönliche Krisen sind daher nichts Außergewöhnliches.

Die Anforderungen, die ein Hochschulstudium stellt, sind vielfältig und können daher auch zu vielfältigen Problemen führen wie z. B. Prüfung- und Redeangst, Probleme beim Lernen, Selbstzweifel, Leistungsdruck oder Stress führen. Umgekehrt können persönliche Probleme so belastend sein, dass sie mittel- oder langfristig zu Studienschwierigkeiten führen.

Laut Studien leidet etwa jeder vierte bis fünfte Student unter ernsten psychischen Schwierigkeiten. Diese treten unabhängig von Geschlecht, intellektueller Begabung oder fachlichem Talent auf.

Da solche Krisen nicht immer aus eigener Kraft überwunden werden können, helfen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen der Fakultät Medien im Rahmen von persönlichen Einzelgesprächen.

Alle Angebote sind für die Student/Innen der Hochschule Mittweida kostenlos und vertraulich. Jede Vertrauensperson unterliegt der Schweigepflicht.

 

Antrag auf Nachteilsausgleich (Klausuren)

Studierende, die Nachteilsausgleiche in Prüfungssituationen benötigen, sollten sich rechtzeitig vor der Prüfung mit der Sozialkontaktstelle in Verbindung setzen. Hier werden Sie ausgiebig beraten und beim der Antragsstellung unterstützt. Die Kolleginnen und Kollegen regeln für Sie die Formalitäten bis hin zur Prüfung.

Ein Anspruch auf Nachteilsausgleich begründet sich durch:

  1. das Vorliegen einer beglaubigte gesundheitliche Beeinträchtigung oder amtlich festgestellte Behinderung und
  2. den Nachweis, wie sich die Beeinträchtigung bzw. Behinderung im Studium auswirkt.